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Radiosender und Produzenten versuchen alles, um einem

Stereosignal etwas mehr „Breite“ zu verpassen. Der legandäre

Crystal Phasematic war einmal zu Besuch in der Hamburger

Servicewerkstatt.


Hier konnten wir 2007 diese seltenen Aufnahmen des geöffneten

Gerätes machen.


Dabei fällt wieder der geheimnisvolle Klotz in der Mitte des Gerätes auf. Die Innenschaltung ist mittlerweile kein Geheimnis mehr.































Die oftmals in den Internetbeschreibungen verwendete Bezeichnung „hochkomplexer Prozessor“ findet kaum Anwendung, denn die

Schaltungstechnik ist leider in einigen Punkten sehr fragwürdig.


Das Gerät macht seine Arbeit dezent und unauffällig - ist aber leider auch mit der typischen Problematik der alternden Schalter und
Potys versehen. So müssen bei den betagten Kisten entweder neue, schwer zu beschaffende Schubschalter von Schadow besorgt

werden - oder man ersetzt diese Schaltfunktion - wie hier durchgeführt - durch ein Relais. Der Schalter wird dann nur noch für die

genügsame Relaisspule verwendet.


Das Gerät ist eine einfache - aber

effektive Lösung, Stereosignale etwas

in der Breite zu verändern.


Wer den Prozess Regler zu weit

aufdreht, wird alleridngs mit nicht

wünschenswerten Gegenphasen

grösser 90 Grad bestraft.









Dabei bildet der Korrelationsgardmesser eine brauchbare Alternative zum RTW Peakmeter 1119 oder dem eigenständigen Korrelator 1260C.


 

Stereo Enhancer

Crystal Phasematic

Stereo Enhancement - Funktionweisen

Die Möglichkeit ein Stereosignal in seiner „Basisbreite“ zu verändern ist schon ein irrer Wiederspruch in sich. Zum einen wird bei der Postproduktion alle Möglichkeiten unternommen, einen sauberen Gesamtmix zu erzielen.


Dazu gehört auch ein brauchbarer Korrelationsgrad zwischen +1 und 0 - sprich 0° und maximal 90° im Gesamtsignal. Der Wert der Phasengleichheit gibt übrigens an, wie gross der Unterschied der beiden Kanäle Links und Rechts zueinander ist. Gemessen in K, einer Phantiebezeichnung für den Korrelationsgrad wird synchron zur Gradskala gemessen.

Ein K von Wert +1 entspricht einem MONOSIGNAL. Die beiden Nutzkanäle LINKS und RECHTS sind absolut identisch. Ein Wert von K=0 sagt aus, das beide Signale absolut KEINE Ähnlichkeit mehr zueinander haben. Sie sind vollkommen Unterschiedlich. Erkennbar wird die in einem einfachen Experiment: Bei laufendem Programm wird ein Kanal aus dem Korrelationsgradmesser gezogen.


Die Anzeige wandert sofort in den Bereich GELB für K=0 oder Messtechnisch ausgedrückt 90°. Daher ist der am Phasematic aufgedruckte Wert von 0° bis 180° zwar korrekt - von der Farbzuordnung aber mehr ein „Gut-Schlecht“ Instrument. Alles in GELD ist gut, GRÜN ist ok und ROT schlecht. Für den Laien durchaus brauchbar diese Anzeige. Als Korrelationsgradanzeige selbst nur eingeschränkt nutzbar. Hinsichtlich der analogen Arbeitsweise und dem erzielten Effekt ist der Phasematic mit seinem  seidigen Sound den überschaubaren „Plug-In Monstern“ mit mehr als 20 Parametern um Längen vorraus.

Ein Kultgerät, das mit wenig Schnickschnack auskommt, über einen Regler verfügt - die viele „Studio-Jungfreaks“ vor unüberwindbare Aufgaben stellt: „Drehe ich LINKS oder RECHTS herum…?


Der Wahnsinn mit der Lautheit


Einige Radiosender schrieben sich endlosen zeiten den Prozessorwahnsinn auf die Fahne. In extremer Formatradio-Manie

wird das Sendesignal bis zur Unkenntlichkeit verfremdet. Kompressoren, Exciter Effekte und subtile, nie in der analogtechnik verfügbare „Soundprozesse“ werdem dem ohnehin schon gebeuteltem Signal aufgedrückt.


Das Ergebnis ist ein aufgemotztes, metallisch klingendendes Soundbrett - hart wie Stahl, emotional kalt wie Beton.

Doch genau dieser Klang soll sich in die ohnehin bereits ermüdeten Ohren der Hörer schieben. Je lauter - je besser. Jedes Mittel zur subjektiven Lautstärkerhöhung ist dem Soundtechniker recht. So wird mit einer restlichen Gesamtdynamik von weniger als 5 dB gearbeitet - Laut ist eben Laut.


Bekannt ist dieses Phänomen auch als „Loudness-War“. Anzutreffen ist diese Art der grenzenlosen Berabeitungswut in fast

allen Bereichen moderner Medienverbreitung. Angefangen von CD Produktionen erstreckt sich der Wahnsinn nach mehr

„Lautheit“ (nicht zu verwechseln mit Lautstärke) über Filmmusik bis zur nervigen Werbung in TV und Radio.

Mit Hilfe von Software und vereinzelt noch analogen/digitalen Stand-Anlone Geräten wird dieser Forderung bei der Produktion genüge getan.


Die nachträgliche Bearbeitung des Sendesignals erfolgt durch zahlreiche Geräte - unter anderem in der Vergangenheit auch durch spezielle „Stereo-Verbreiterer“. Bekannte Namen wie Stereomaxx, Orban 222A und Crystal Phasematic waren nur bekannte Geräte dieser Form. Hinzu kommen unzähliche Spezialfunktionen - oftmals als Zugabe in Form von „Stereo-Enhancement“ Schaltern oder Reglern.


Der von SPL gebaute Stereo-Vitalizer SX2 verfügte über einen Regler „Stereo Width“ - der nur den LINKEN und RECHTEN Kanal kreuzweise mischte. Eine erhebliche Verschlechterung des Korrelationsgrades war die Folge. Als Bearbeitung für die Sendesumme eines radiosenders absolut ungeeignet, da die Einstellung immer mit gleicher intensität erfolgt. Breite Signale werden noch „breiter“ Schmale Signale hingegen nur leicht breiter. Eine Programmabhängige Regelung ist nicht vorgesehen.


Der Wahnsinn der Phase


Nimmt man jetzt die Differenz der beiden Kanäle LINKS und Rechts als Basis für weitere Bearbeitungen, muss man sich erstmal im Klren sein, was dieses Signal bewirkt. Diese Kanaldifferenz L-R beschriebt einzig die räumliche Information aus dem Stereosignal. Da wir mathemtisch L-R rechnen - mischen wie dieses Signal dem Gesamtsignal in Mono (was mathematisch L+R) entspricht wieder hinzu.

Durch erfolge Subtraktion aus LINKS + RECHTS wurden in der Monomitte bereits alle L-R Anteile herausgerechnet. Addieren wir nun L-R wieder Phasenrichtig (L in 0° und R in 180°) wieder dem Gesamtsignal hinzu, entsteht das Stereosignal am Eingang. Verändern wir hingegen das Verhältnis der Werte (L+R) zu (L-R) können wir erstals die Stereophonen Anteile anheben oder Absenken.

Regeln wir das L+R Signal heran erzeugen wir eine Demaskierung des Gesamtsignals - mit dem verbleibenden Ergebnis aus L-R OHNE den Pegel nennenswert anzuheben. Eine nachträgliche GAIN.-Stage korrigiert den Gesamtpegel. Nenne wir diesen Regler „COSMETIC-GAIN“ klingt es schon nach Prozessor.


Wird nun der Frequenzbereich im L-R Signal geringfügig verändert (Höhen angehoben oder das gesamte Signal in seiner Phasenlage durch einen variablen Allpass verschoben) entstehen bereits heftige Eingriffe in den Stereohaushalt des Gesamtsignals. Krönung des Prozesses bildet eine dynamische Regelschaltung mit Hilfe eines VCA.

Genau dieses Prinzip wendet der ORBAN 222A an.


Legt man in den Zweig des L-R Signals noch ein einfaches Digotal Delay und mischt dieses in einem Regelkreis als Schleife - darf man das gerät durchaus mit dem Modulation Scienes Stereomaxx MX-B2 vergleichen.


In allen Fällen wird das Subtraktion erzeugte Signal L-R dem Gesamtisgnal in veränderter Weise hinzuaddiert. Die Bearbeitung umfasst in fast allen Fällen die Phasenlage, Pegel, Freuquenzanteil und dynamsiches Regelverhalten.


Die Königsdisziplin ist die Rückwärtsregelung des Gesamtsignal, dessen Anteile aus L-R und L+R aus einen Fensterkomparator gelegt werden um daraus einen geschlossenen regelkreis in abhängigkeit des Regelverhaltes zu bilden. Nur so lassen sich extreme Bearbeitungseffekte/Sprünge durch unterschiedliches Programmmaterial wirkungsvoll vermeiden.


Und das das kommt in de Rundfunktechnik vor: Unterschiedliches Material.